Vier Jahre, neun Finalisten, ein Stuhl: Hasan Sümer holt sich die DACH-Krone
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Wettbewerb
Neun Finalisten, zwei Tage auf der Messefläche und ein bewusst unerwartetes Modell. Wie ein 24-Jähriger aus Neufahrn sich den Titel Ultimate Barber DACH sicherte.
Düsseldorf
Der Stuhl stand unter Messelicht, das mit Salonlicht nichts gemein hat, und genau das ist die erste Aufgabe, die jeder Finalist lösen muss. An zwei Tagen auf der Messe TOP HAIR in Düsseldorf arbeiteten neun Barbiere vor Publikum um den Titel Ultimate Barber DACH 2026. Mitgenommen hat ihn Hasan Sümer, vierundzwanzig Jahre alt, aus Neufahrn in Bayern.
Sümer hatte vier Jahre lang auf diesen Titel hingearbeitet. Den Sieg beschreibt er als die Erfüllung eines lang gehegten Traums — ein Satz, der wie eine Formsache klingt, bis man die Qualifikationsrunden zählt, die dahinterstehen.
Der Weg ins Finale
Acht der neun Finalisten sicherten sich ihren Platz über regionale Battles in Frankfurt, Zürich und Wien. Der neunte qualifizierte sich auf der Messefläche selbst, während der zwei Tage in Düsseldorf — ein später Einstieg in ein Feld, das über Monate hinweg bereits ausgesiebt worden war.
Hinter Sümer belegte Chris Juric aus der Schweiz den zweiten Platz, Krystian Kowalczyk den dritten. Das Programm vergab zudem Nebenauszeichnungen, die einiges darüber aussagen, wie in diesem Format bewertet wird: einen Fastest Barber Award und einen Best Duo Award, die Tempo und Zusammenspiel honorieren statt des einen großen Schaustücks.
Vier Jahre Vorbereitung, ein Finale und ein Modell, das bewusst mit dem Muster bricht.
Die Entscheidung, die auffiel
Für seinen Finalauftritt wählte Sümer ein weibliches Modell. In einer Disziplin, in der sich die Wettbewerbsfläche üblicherweise mit Fades, Bärten und derselben Silhouette in neunfacher Ausführung füllt, war das ein kalkulierter Schritt, um sich gestalterisch abzuheben — und er ging auf.
Für alle, die die Barbier-Szene aus dem Salon statt von der Bühne verfolgen, ist das ein nützlicher Hinweis. Wettbewerbs-Barbering belohnt technische Kontrolle, aber es belohnt eine eigene Handschrift ebenso sehr. Die Jury schaut auf das Finish; sie schaut genauso darauf, ob der Barbier eine Idee hatte.
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Vom Stuhl aus
Bühnenarbeit und Salonarbeit treffen sich im Finish. Ein Schnitt, der unter Messelicht sauber wirkt, wurde in der Regel mit etwas gestylt, das hält, ohne zu glänzen — genau deshalb zählen die Produkte im Regal eines Salons ebenso viel wie die Technik, die ihnen vorausgeht.
Quelle: TOP HAIR International. Verfasst für The Barber Journal.