Was ein Barbershop mit Retail wirklich verdient
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Fragen Sie die meisten Barbiere, was ihr Shop mit Retail verdient, kommt ein Achselzucken. Fragen Sie, was ein Haarschnitt bringt, kommt eine genaue Zahl. Genau das ist das Problem, nicht das Retail-Geschäft selbst.
Die Rechnung, die kein Stuhl schafft
Ein Haarschnitt wird einmal verkauft und blockiert 30 bis 45 Minuten an einem Stuhl, der nur an einem Ort existieren kann. Eine Flasche Bartöl wird demselben Kunden alle 4 bis 6 Wochen erneut verkauft, braucht keine Stuhlzeit und kann per Telefon nachbestellt werden. Die Marge auf hochwertige Pflegeprodukte liegt häufig im Bereich von 50 bis 60%, die genaue Zahl hängt aber vom Lieferanten und der Produktlinie ab — prüfen Sie sie anhand Ihres eigenen Einkaufspreises, statt sie einfach anzunehmen. Als grobe Veranschaulichung bei dieser Marge: zehn Stammkunden, die einmal im Monat ein Produkt kaufen, bringen wiederkehrenden Umsatz ohne zusätzliche Stuhlzeit oder Neueinstellungen — wie nah das in Ihren eigenen Zahlen an ‚einem zusätzlichen Stuhl‘ liegt, hängt von Ihrem durchschnittlichen Bon und Ihren Öffnungszeiten ab, aber die Richtung stimmt.
Warum die meisten Shops hier trotzdem schwach sind
Selten liegt es am Produkt. Es liegt daran, dass am Stuhl niemand etwas sagt. Ein Kunde mit sichtbar trockener, schuppiger Haut unter dem Bart fragt nicht von selbst nach einer Lösung, kauft sie aber sofort, wenn der Barbier das Problem benennt und in unter fünfzehn Sekunden die Antwort in die Hand gibt.
Die Empfehlung muss am Stuhl passieren. Ein Regal an der Tür verkauft an niemanden.
Der Drei-Satz-Pitch, der funktioniert
Barbiere, die Retail zuverlässig bewegen, nutzen fast immer dieselben drei Sätze: benennen, was man sieht (‚deine Haut unterm Bart ist etwas trocken‘), benennen, was hilft (‚das nutze ich bei Kunden wie dir‘), benennen, wie oft (‚nach jeder Wäsche, hält etwa sechs Wochen‘). Kein Verkaufsdruck, nur eine fachliche Beobachtung gefolgt von einem Produkt.
Sortiment ohne Überforderung
Ein Shop braucht keine zwanzig Artikel zum Start. Ein Öl, ein Wachs, ein Waschmittel deckt die drei häufigsten Anliegen ab: trockene Haut, Form und Halt, und richtige Reinigung. Ein Starter-Kit bündelt genau das, sodass die erste Bestellung eine einzige Entscheidung ist statt eines ganzen Katalogs.
Vom Frisierstuhl
Retail ist kein Nebenregal neben dem eigentlichen Geschäft. Rechnen Sie es mit dem eigenen Kundenstamm durch, meistens steckt darin ein zweites Geschäft mit der besten Marge im ganzen Shop. Sultan beliefert Barbershops mit Bartöl, Bartwachs und Bartwaschlotion zu Partnerkonditionen, ohne Vertrag und ohne Mindestbestellmenge.
Die oben genannten Margenbereiche sind allgemeine Branchenrichtwerte, keine Garantie für einen bestimmten Shop — prüfen Sie sie anhand Ihrer eigenen Lieferantenpreise.